Eine belebende Routine nach dem Aufwachen entwickeln

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Springst du morgens hektisch aus dem Bett oder drückst du noch ein paar Mal die Schlummern-Taste, bevor du dich müde in den Tag schleppst? Wie du deinen Morgen beginnst, hat einen direkten Einfluss auf deine Energie, Konzentration und Stimmung. Eine durchdachte Aufwachroutine kann dir also helfen, wacher, ausgeglichener und fokussierter in den Tag zu starten.
In der letzten Woche hast du bereits gelernt, dass eine feste Routine und feste Schlafenszeiten dein Einschlafen erleichtern und deine Schlafqualität verbessern. Genauso wichtig ist es, eine Routine nach dem Aufwachen zu entwickeln. Ein regelmäßiger Schlafrhythmus hilft deinem Körper, auf natürliche Weise wach zu werden – idealerweise sogar ohne Wecker. Außerdem verknüpft dein Gehirn wiederkehrende Abläufe mit dem Aufwachprozess, sodass du dich morgens schneller fit und bereit für den Tag fühlst. In dieser Lektion reflektierst du daher, wie dein bisheriger Ablauf nach dem Aufwachen aussieht und du erfährst, wie du eine Routine aufbauen kannst, die dir den perfekten Start in den Tag ermöglicht.

Deine bisherige Aufwachroutine reflektieren

Bevor du eine neue Routine entwickelst, lohnt es sich, deine bisherigen Gewohnheiten zu hinterfragen. Schreibe dir dafür deine Gedanken zu den folgenden Fragen auf:
  • Wie wirst du wach? Stellst du dir einen – oder mehrere – Wecker? Nutzt du die Schlummer-Funktion?
  • Wie sieht die Zeit nach dem Aufstehen aktuell bei dir aus?
  • Welche festen Rituale nutzt du bereits (z. B. Kaffee im Bett trinken, eine kalte Dusche nehmen oder kurz an die frische Luft gehen)?
  • Bist du mit deinem Start in den Tag zufrieden?
  • Gibt es etwas, das du gerne ändern würdest (z. B. das Handy in der ersten Stunde nicht benutzen oder morgens eine kurze Bewegungseinheit einbauen)?

Tipps für deine Aufwachroutine

Wie du deinen Start in den Tag gestaltest, hat großen Einfluss darauf, wie du dich den ganzen Tag über fühlst. Eine durchdachte Routine hilft dir, wacher zu werden, Stress zu reduzieren und mit mehr Energie in den Tag zu starten. Die folgenden Tipps unterstützen dich dabei, dein Aufwachen sanfter und effektiver zu gestalten.

1. Sanft & stressfrei aufwachen

Viele Menschen werden durch einen lauten Weckton aus dem Schlaf gerissen. Wusstest du, dass das deinen Blutdruck steigen lässt und eine Stressreaktion in dir auslöst? Das gibt den Ton für deinen weiteren Tag an. Noch problematischer ist die Schlummer-Funktion: Vielleicht möchtest du dir damit noch ein paar Minuten Ruhe gönnen, bevor der Alltag ruft, jedoch kannst du in Wahrheit keine zusätzliche Entspannung tanken. Denn du schläfst entweder nicht mehr richtig ein oder fällst in so einen tiefen Schlaf, dass du beim nächsten Klingeln hochschreckst und dein Körper so mehrfach in Stress versetzt wird. Alternativen zum klassischen Wecker sind z. B.:
  • Tageslichtwecker: Ein Tageslichtwecker imitiert einen Sonnenaufgang und hilft dir, sanfter aufzuwachen – das ist besonders hilfreich im Winter. Zusätzlich zum Licht kannst du auch Töne wie Vögelzwitschern einstellen, damit du auch wirklich wach wirst.
  • Fitnesstracker oder Smartwatch: Fitnesstracker oder Smartwatches erkennen durch Bewegungs- und Pulswerte deine Schlafphasen. Gib ein Zeitfenster von z. B. 30 Minuten an, in dem du geweckt werden möchtest. Die Uhr weckt dich dann durch Vibration in einer Leichtschlafphase, sodass du dich ausgeruhter fühlst. Generell sind solche Tracker auch hilfreich zur Analyse deiner Schlafqualität.
  • Natürliches Aufwachen ohne Wecker: Ohne Wecker aufzuwachen ist zunächst eine Herausforderung, die sich aber lohnt. Durch einen festen Schlafrhythmus kannst du lernen, ganz ohne Wecker und die zugehörige Stressreaktion wach zu werden. Um natürliches Aufwachen zu trainieren, gehe jeden Tag zur selben Zeit ins Bett und stehe zur selben Zeit auf – auch am Wochenende.

2. Einen bewussten Moment für dich einplanen

Anstatt morgens direkt dein Handy zu nutzen oder in die Alltagshektik zu geraten, starte den Tag mit einem Moment der Ruhe nur für dich. Das hilft dir, fokussierter und entspannter in den Tag zu gehen. Plane dir dafür bewusst Zeit ein, z. B. 15 bis 30 Minuten. Du kannst sie z. B. für diese achtsamen Aktivitäten nutzen:
  • eine kurze Meditation oder Atemübung durchführen
  • drei Dinge in deinem Dankbarkeitstagebuch aufschreiben, für die du dankbar bist
  • ein Buch lesen oder ein Kreuzworträtsel machen
  • mit einer Tasse Tee ans Fenster oder auf den Balkon setzen

3. Licht & frische Luft nutzen

Tageslicht ist einer der wichtigsten Taktgeber für deine innere Uhr. Es unterdrückt die Produktion des Schlafhormons Melatonin und signalisiert deinem Körper, dass der Tag beginnt. Auch frische Luft spielt eine entscheidende Rolle beim Wachwerden: Die erhöhte Sauerstoffzufuhr regt den Kreislauf an, fördert die Konzentration und gibt dir sofort einen Energiekick. Befolge daher die folgenden Tipps:
  • Öffne direkt nach dem Aufstehen die Vorhänge oder gehe nach draußen.
  • Nutze eine Tageslichtlampe, falls es draußen (noch) dunkel ist.
  • Lüfte dein Schlafzimmer morgens gut durch.

4. Bewegung als Wachmacher nutzen

Körperliche Aktivität zu Beginn des Tages regt deinen Kreislauf an, fördert die Ausschüttung von Glückshormonen und hilft dir, wacher zu werden. Langfristig verbesserst du mit regelmäßiger Bewegung tagsüber auch deine Schlafdauer und -qualität. Versuche deinen Tag also so aktiv wie möglich zu gestalten. Beispiele für morgendliche Bewegung sind:
  • ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft
  • leichte Dehnübungen oder Yoga
  • ein kurzes Workout, wenn du morgens mehr Energie hast

Deine ideale Aufwachroutine gestalten

Jetzt ist es an der Zeit, eine Routine zu entwickeln, die dich optimal in den Tag starten lässt. Überlege dir, welche Rituale du ausprobieren möchtest und schreibe deine ideale Aufwachroutine auf. Eine mögliche Struktur könnte z. B. so aussehen:
  1. Ich stehe jeden Tag zur gleichen Zeit auf, auch am Wochenende.
  2. Ich stehe direkt beim ersten Klingeln meines Weckers – oder noch besser, ohne Wecker – auf.
  3. Ich trinke ein Glas Wasser, um meinen Kreislauf in Schwung zu bringen.
  4. Ich schnappe frische Luft, indem ich durchlüfte oder nach draußen gehe.
  5. Ich integriere leichte Bewegung oder Dehnübungen in meinen Aufstehprozess, um Verspannungen zu lösen.
  6. Ich nehme mir bewusst Zeit für mich, z. B. für Meditation, Lesen oder Journaling.
Teste deine neue Routine in den nächsten Tagen und beobachte, wie sie sich auf dein Energielevel und deine Schlafqualität auswirkt. Was funktioniert für dich am besten? Notiere deine Erfahrungen und passe deine Gewohnheiten nach Bedarf an.

In dieser Lektion hast du erfahren, dass dir eine feste Aufwachroutine hilft, entspannter und energiegeladener in den Tag zu starten. Wichtig ist, dass du Rituale findest, die für dich funktionieren. Starte mit kleinen Änderungen, teste verschiedene Ansätze und passe deine Routine nach und nach an. Viel Erfolg beim Ausprobieren!
Dieser Artikel wurde von Evermood erstellt und zuletzt am aktualisiert.
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